Virtueller Spaziergang
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Woher kommt eigentlich das Wasser, das zu Hause zum Wasserhahn rauskommt? Um es ganz genau zu wissen, begleiten wir Wassily, den Wassertropf, auf seiner Reise vom Meer in den Himmel bis zu uns ins Haus.
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Mit Millionen von anderen Wassertropfen tummelt sich Wassily im Meer. Durch die Sonneneinstrahlung verändert er seinen Zustand und steigt in Form von Wasserdampf in den Himmel.
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Der gasförmige Wassily wird vom Wind verfrachtet. Je weiter er in die Höhe steigt, desto kälter wird ihm. Durch die Abkühlung wird Wassily wieder ein Wassertropf. Gemeinsam mit all den anderen Wassertröpfchen bildet er eine Wolke.
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Wenn die Wolke zu schwer wird, fallen die Wassertropfen als Regen auf die Erde. Wassily fällt in die Reinacher Heide. Der Boden auf dem er landet, ist durchlässig und so sucht er sich einen Weg durchs Erdreich.
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Sein Weg führt ihn durch ver- schiedene Erd-, Sand- und Ge- steinsschichten. Diese wirken wie ein feines Sieb und reinigen Wassily von Schmutzstoffen aus der Atmosphäre. Im Untergrund trifft er auf eine undurchlässige Lehmschicht. Dort versammelt sich Wassily mit all den anderen Wassertropfen, die mit ihm denselben Weg gemacht haben. Gemeinsam bilden sie das Grundwasser.
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Ein grosser Schacht liegt neben Wassily im Boden. Die Wände des Schachts haben ganz feine Öffnungen. Durch so eine zwängt sich nun unser Wassertropf und landet in einem der acht Grundwasserbrunnen des WWR.
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Plötzlich verspürt Wassily, dass er aufwärts transportiert wird. Eine Pumpe hebt das Grundwasser im Brunnen nach oben und drückt es in eine Transportleitung. Immer weiter aufwärts geht’s mit Wassily bis er schliesslich in ein grosses Becken plumpst – er ist im Reservoir Froloo in Therwil gelandet.
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Wassily freut sich: Er ist umgeben von Millionen anderer Wassertropfen. Sie alle sind blitzblank sauber und tummeln sich in dem grossen Becken.
Aber schon geht die Reise weiter: Erneut wird Wassily in ein grosses Rohr gedrängt und nun geht’s abwärts. Über Kilometer strömt Wassily mit hoher Geschwindigkeit in der Verteilerröhre dahin. Immer wieder gibt es Verzweigungen, das Leitungssystem wird immer enger und die Leitung führt immer weiter den Berg hinunter, wodurch sich der Druck in der Röhre erhöht.
Endlich – Tageslicht! In Evas Küche tropft Wassily zum Hahn raus. Eva wäscht Geschirr und Wassily hilft ihr dabei. Der Aufenthalt in Evas Küche dauert aber nicht lange und schon wieder geht’s ab in eine Röhre. Diesmal handelt es sich um die Abwasserröhre, die Wassily in die Kläranlage transportiert.
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Dort ist es nicht so sauber wie im Reservoir. Wassily trifft viele seiner Freunde wieder. Jeder hat eine andere Geschichte zu erzählen, denn jeder der Tropfen hat eine andere Reise hinter sich: einer hat Blumen vor dem Verdursten gerettet, der andere beim Autowaschen geholfen und der dritte wanderte durch einen Kuhmagen... Währenddem sich die Tropfen ihre Geschichten erzählen, werden sie von ihren Schmutzpartikeln gereinigt.
Als Wassily sauber ist, fliesst er in die Birs. Teils über dem Erdboden, teils in einem unterirdischen Kanal gelangt Wassily in den Rhein. Dort fliesst er wochenlang dahin, immer leicht abwärts geht seine Reise jetzt, vorbei an grossen Städten und schönen Landschaften.
Und dann auf einmal erkennt Wassily wieder wo er ist: nach langer Zeit ist er wieder an seinem Ursprungsort, dem Meer, angelangt. Es scheint die Sonne...
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